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1986 gegründet, veröffentlichte die Band mit dem absurden, einer Schlagzeile der “Bild”-Zeitung entliehenem Namen um Sänger, Texter und Gitarrist Carsten Hellberg 1990 auf L´AGE D´OR die Langspielplatte “Für Zuhause”, die heute immer noch zu den wichtigsten deutschen Platten der 90er Jahre zu zählen ist. Auf den beiden ersten Veröffentlichungen wurde auf Englisch gesungen, dann mal überhaupt nicht und zuletzt auf Deutsch. Übnlichen Prozessen wie die von Sprachfindung und Sprachbenutzung auf der Textebene war auch die Musik der liebevoll SuWüs genannten Formation unterworfen: Am Anfang irgendwie krautiger, schräger, nicht zu schubladisierender Folk-Core-Rock (von A wie Amon Düül bis Z wie Zappa glaubte man so einiges heraus zuhören) der trotz erstaunlicher Stilvielfalt eine enorme Homogenität aufweisen konnte. Später, vor allem mit ihrer letzten, triumphalen Veröffentlichung “Leichte Teile, kleiner Rock” (1998) entdeckten die Suppenwürfel den Groove und bestachen weiterhin mit intellektuellen,aber nun auch sehr privaten Texten, ohne den Schlaumeier raushängen zu lassen. Denn so geht das: Die Sprache wiedergewinnen. Gesang und Instrumentarium straffer organisieren. Zielstrebiger formulieren. Ein Independent-ProgRock-Brett auffahren, als wäre man halb bescheuert und von King Crimson bis Built to Spill alles einpacken, was sich so auf dem Weg findet. Geschichte spricht eben.