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Commercial Breakup

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Selbst im Leben eines abgefeimten Plattenbosses kann es mitunter zu Aufregungen der ganz besonderen Art kommen….

eines Tages, ungefähr vor einem Jahr tauchte ein bekannter junger Mann im Ladomat-Büro auf und legte mit den Worten: „das ist doch was für Dich.“ ein Tape in den Schrott-Rekorder. Sekunden später roch es im Lado-Büro nach Weihnachten, Geburtstag und Silvester gleichzeitig, Menschen und Mitarbeiter unserer Firma, die dafür bekannt sind, den ganzen Tag nur Joy Division oder alte Marius Müller Westernhagen Platten zu hören, fanden sich andächtig schweigend mit einem Lächeln auf dem Gesicht vor dem Rekorder ein. Minuten später wurden Hände geschüttelt, Tränen aus den Augenwinkeln gewischt und Tausend-Mark-Scheine wechselten den Besitzer. Wir waren die glücklichen Besitzer eines musikalischen König-Ludwig-Schlosses. Und: man muß nicht gerade Bayer, Amerikaner oder Japaner sein, um die Bombast-Romantik mit Schmetterlings-Flügeln von Commercial Breakup zu goutieren.
Obwohl uns bereits Lizenzangebote von Industrie-Magnaten aus gerade diesen Territorien vorliegen, die zeigen, wo der Global Player seine Karten mischt….
Der Name dieser Band soll Programm sein. 1A Rumpelpop, ein totaler Glücklichmacher. Die Euphorie sollte allerdings noch eine ganze Weile andauern, bis es zur Veröffentlichung dieser bestimmt poppigsten Platte auf Ladomat kommen konnte…

Angefangen haben Commercial Breakup als Projekt für zwei Samplerbeiträge vor 2 Jahren. Wenn wir von Sampler sprechen, meinen wir Compilations für die galerie berlintokyo in Berlin (Spielkreis 01 + Spielkreis 03), deren ehemaliger Mitbetreiber Vredus auch der Produzent und Songschreiber von Commercial Breakup ist.
Während sich einige der Beiträge, wenn wir mal kokett sein wollen, durch elektrotrashige, relativ beliebige Art und Weise des Musizierens auszeichneten, fielen Commercial Breakup durch bestechende Popmelodien angenehm aus dem Berlin-Mitte-Konzept heraus.

„little bear„ war die erste Nummer, die Vredus und die Sängerin Elke zusammen entworfen haben. Vredus machte das komplett Instrumental, um es in Form einer Cassette an Elke weiterzugeben, die sich dann eine Gesangsmelodie und den Text überlegte. So arbeiten Commercial Breakup nach wie vor. Für Spielkreis 03 nahmen die beiden „all I love is green„ auf.

Das Faszinierende an Commercial Breakup ist definitiv dieses unglaubliche Gespür für Gänsehaut-Melodien, intelligente, poppige Arrangements und die Art der Arbeitsaufteilung. Vredus und Elke

haben noch nie zusammen komponiert, noch nie zusammen in einem Raum Musik gemacht (außer bei 3 Live-Auftritten) und doch klingt Commercial Breakup erstaunlich homogen und tight. Während der technische Standard durch das zunehmende Selbstverständnis elektronischen Musizierens kontinuierlich wächst, musste sich Vredus mit seinem längst überholten Equipment zurechtfinden. Umso faszinierender wirkt da das fertige Album “Global Player”.

Kein Wunder auch, daß Matthias Arfmann, der u.a. die Absoluten Beginner und die Platin Single “irgendwie, irgendwo, irgendwann„ von Jan Delay produziert hat, großen Gefallen an Commercial Breakup fand und zusammen mit Platin Martin (ex Beginner) spontan an “you and I„ sein Goldhändchen gelegt hat.

Den definitiven Pophit (und hoffentlich ersten richtigen Ladomat-Radio-Single-Charthit nach Whirlpool´s „Cold Song“) “walking back home” hat Vredus mit MJ Lan, welcher u.a. “kraze” und „Generate Bodies„ auf Low Spirit/Electric Kingdom veröffentlicht hat, produziert. Selten ging bei Popmusik aus hiesigen Gefilden so weit die Sonne auf.
Eine zweite Single-Version kommt abermals von M. Arfmann, Remixes kommen von Tobias Thomas und Superpitcher (Köln Kompakt) und Console (Weilheim).

Als Studiogäste auf „Global Player„ sind u. a. Carsten „Erobique„ Meyer,
Jörn Hedtge (Department), Christiane Rösinger (Lassie Singers, Britta) und Henning Rock‚n‚Roll (Jeans Team) vertreten. Bei “nothing but a lie” unterstützte Schneider TM Elke und Vredus an der Gitarre. Elke ist der Meinung, daß dies die stärkste Nummer auf dem Album ist.

Der Album Titel “Global Player„ ist in keinster Weise aus der Luft gegriffen, da Commercial Breakup so angenehm un-deutsch klingen, daß ein Vergleich mit Projekten wie St. Etienne sich geradezu anbietet.

Große Popmusik wurde da geschmiedet.
Auf dass die Sterne am (Pop)Himmel immer klar und deutlich zu sehen sind!

Wir wünschen Euch viel Vergnügen und hoffen auf tolle Artikel, aufregende Überschriften und Mega-Verkaufszahlen…

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