about L’age D’or, ladomat 2000 and GOLD Musikverlag

L’AGE D’OR, Ladomat, Lado…..ööh?

Also Lado Musik GmbH heisst die ganze, gigantisch grosse Firma.

L’AGE D’OR ist das eine Musiklabel, bei dem Sachen wie Tocotronic, Die Sterne, Stella, Dionysos, GUZ, Aeronauten, Jonas…..gemanagt werden und/oder rauskommen.

Ladomat 2000 ist das andere Label, da kommen Sachen wie Egoexpress, Turner, Sensorama, Aeric, Hans Nieswandt, Workshop, Forever Sweet….raus. Also eine Firma, 2 Label.

Ausserdem gehören der Vinylservice (Vinylpressungen für Element of Crime, Andreas Dorau…) und der ladoshop (unser Mailorder) auch zur Lado Musik GmbH.

Was passiert mit Demos?

Könnt ihr gerne schicken, wir hören uns wirklich alles an.
Wenn ihr uns was schicken wollt, dann für L’Age D’Or an:

LADO Musik GmbH
Z.H. Jens Winkelmann
P.O. Box 500 403
22704 Hamburg

Bzw. für Ladomat 2000 an:

LADO Musik GmbH
Z.H Xenia Beliyaeva
P.O. Box 500 403
22704 Hamburg

Sobald das Demo angekommen ist schicken wir Euch eine Mail.

Wollt ihr das Tape/die CD…zurück, dann schreibt es bitte ausdrücklich dazu und legt genügend Rückporto bei. Danke.

Wie kann man eure Bands/Projekte buchen?

Auf der Seite eines Artists und in der Liveliste stehen Name und Kontaktmöglichkeit unserer verschiedenen Booker.
Bitte mit Anfragen dort melden, nicht bei uns.

Möchte eure Platte kaufen, finde sie aber nicht

Erstens ist der Laden eures Vertrauens dann wirklich nicht gut (Schreibt Namen und Adresse gleich in unser Gästebuch oder per mail an unseren Mailorder), zweitens könnt ihr alles auch hier in unserem Mailorder bestellen, und für eure Freunde gleich noch den kostenlosen Katalog dazulegen lassen.

Ich möchte die Adresse/Tel.Nr. von xy

Nein. Wir geben keine Adressen/Tel.Nr. unserer Musiker raus. Aber wir leiten alles weiter, was ihr uns schickt. Adressen siehe Kontakt.

Brauche Infos, Fotos, Cover-Abbildungen

Schreibt oder ruft an, wir schicken gerne!

Pressekontakte:
Print/Online/Club: ute.m@lado.de
DJ-Promo: xenia@lado.de
Radio: ute@lado.de
TV: stephan@lado.de

Ich bin Schreiber/in (Frei oder Fest) und möchte in euren Verteiler

Wir brauchen auf jeden Fall erst einmal ein Belegexemplar Deines Fanzines oder Magazines für das Du schreibst oder das Du selber herausgibst. Außerdem wäre es ja auch toll zu wissen für wenn du noch so schreibst oder ob du andere journalistische Tätigkeiten ausübst (Radio,TV??). Bitte vergesst Euren Namen und die Anschrift sowie Fax/Telephon und e-mail Adresse nicht.

Laßt uns wissen ob Ihr regelmäßig von uns News/Liveliste wünscht (Newsletter bestellen) und welche Musikrichtungen Ihr bevorzugt (wichtig für eine spätere Bemusterung). Ein reges Interviewinteresse ist natürlich erwünscht!

Ich bin Radiomacher/in (Frei oder Fest) und möchte in euren Verteiler

Vorraussetzung ist immer eine Playlist mit der Anschrift Eures Radiosenders und der Sendung(en) die Ihr betreut. Solltet Ihr in Zukunft die Promos an Eure Privatadresse wollen, so gebt diese zusätzlich an. Für eine regelmäßige Bemusterung ist natürlich auch das regelmäßige schicken (per E-mail, Fax oder Post) der Playlists Vorraussetzung.

Laßt uns wissen ob Ihr regelmäßig von uns News/Liveliste wünscht (Newsletter) und welche Musikrichtungen Ihr bevorzugt (wichtig für eine spätere Bemusterung). Ein reges Interviewinteresse ist natürlich erwünscht!

Ich bin TV Redakteur/in und möchte in euren Verteiler

Solltet Ihr in offenen Kanälen, in einer der großen Musiksender oder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen tätig sein, so würde ich Euch bitten mich direkt telephonisch zu kontakten. Bemusterungswünsche kann man in diesem Bereich besser so klären

Ich bin DJ und möchte in euren super-lado-pool Verteiler

Schickt bitte ein Fax mit einer kurzen Beschreibung zu eurer Person, eurem Club, wie oft ihr auflegt, ob ihr irgendwelche Charts tippt und einer aktuellen Top Ten eurer Lieblingsplatten an fx.:0049(40)43166444. Oder kontaktet uns per Mail.

ladoshop: Was soll ich tun, wenn ich etwas nicht weiss?

Hier reinschauen. Dann bitte die Erklärungen in den Geschäftsbedingungen (www.ladoshop.de) durchlesen. Bei weiteren Unklarheiten gern kurz anrufen (0049)40-43166442 oder mailen (ladoshop@lado.de). Schadet nie.

ladoshop: Kann man bei euch auch telefonisch bestellen?

Nein, bitte nur schriftlich (Fax/Post/e-mail/ladoshop.de).

ladoshop: Kann man auch per Rechnung oder Kreditkarte bezahlen?

Nein. Zahlungsmöglichkeiten sind nochmal im ladoshop beschrieben.

ladoshop: Kann man bei euch auch direkt vor Ort kaufen?

Es ist möglich, die Sachen bei uns abzuholen, um Versandkosten zu sparen, aber nur, wenn Ihr uns vorher eine Bestellung geschickt habt.

ladoshop: Ist meine Bestellung angekommen ?

Antwort in 99% der Fälle: ja.

ladoshop: Kann ich euren Katalog bei Neuerscheinen automatisch zugeschickt bekommen?

Der Katalog muss leider extra angefordert werden.

ladoshop: Ein geliefertes T-Shirt passt/gefällt mir nicht. Eine Platte/CD ist beschädigt. Was soll ich tun?

Natürlich nehmen wir Reklamationen an. Wie das genau abläuft, ist in den Geschäftsbedingenungen im ladoshop nachzulesen.

An wen soll ich wie schreiben, wenn ich ein Praktikum bei LADO machen möchte?

Schreibt eine kurze Mail mit Lebenslauf an florian@lado.de.

Was ist ein Musikverlag?

Früher war das ganz einfach. Da druckte ein Musikverlag Noten von Komponisten bzw. dazugehörige Texte von Textdichtern und verkauften selbige z.B. an Klavier spielende Damen des Bürgertums die dann zu Hause einen aufregenden oder auch melancholischen Abend hatten. Das gibt es heute so nicht mehr, heute legen wir an melancholischen Abenden eine Fink-CD auf oder schieben an aufregenden Abenden ein Stella-Tape in den Auto-Cassettenrecorder. Und was macht der Verlag? Er tut das gleiche und betreut tagsüber die Werke der Autoren. Das bedeutet zunächst mal immer, daß der Verlag dafür sorgt, daß die Autoren das Geld bekommen, das ihnen zusteht, wenn ihre Stücke genutzt, d.h. auf Platte gepresst, im Radio/Fernsehen/Club gespielt oder z.B. als Film-musik verwendet werden. Stichwort GEMA. Ein guter Verlag tut aber mehr. Der gute Verlag besorgt den Autoren die passenden Labels, besorgt die besten Verträge, die besten Live-Agenturen, beteiligt sich an der glaubwürdigsten Promo, sorgt für Präsenz im Ausland und trinkt mit den Autoren das beste Bier.

Warum ist GOLD der beste Verlag?

Weil er sich kümmert. Bei uns sollen nicht einfach Rechte an Musik rumliegen bis der Arzt oder die gute Fee kommt. Wir bauen gemeinsam mit Schallplattenfirmen Künstler auf. Wenn nötig hilft uns dabei die Promotion-Abteilung von LADO, Ideen und Hilfe aus dem gesamten Hause und unser Co-Verlagspartner Hanseatic/Warner. Mit denen machen wir zusammen den Ladomat-Katalog und neue Künstler. Also was bekommt man? Administration, Betreuung von Veröffentlichungen, Booking-Kontakte, Demoaufnahmen, Editionen (Schubladen), Filmmusik-Kontakte, Infos, Labelsuche, Management, Produzentenkontakte, Promotion, Remixe, Sample-Klärung, Songbooks, Verhandlungen, Verträge, Vorschüsse, Werbemusikaufträge etc….

Wen verlegt Ihr denn?

Erstens praktisch alle Künstler (bei uns heißen sie dann Autoren) bei L’AGE D’OR und Ladomat 2000. Zweitens Musik an die wir glauben und die nicht bei diesen Labels veröffentlicht wird.
Drittens verlegen wir im Auftrage der Frankfurter Labels Klang, Ongaku und Playhouse deren Autoren.

Warum sehen Eure Mitarbeiter so gut aus?

Erstens: Wir haben Mahangis-Guide-To-Style gelesen. Zweitens: Während die Autoren bei der Vertragsunterzeichnung bechern nippen wir nur.

GOLD ein Demo schicken?

Klar. Immer her damit. Und zwar alles was spannend und chic ist. Auf was für einen Tonträger Ihr die Sachen packt ist uns egal, aber bitte schickt Rückporto mit wenn Ihr die Sachen bei Nichtgefallen zurück haben wollt. Das wird auf die Dauer leider zu viel für uns…
Kontakt: GOLD Musikverlag, Blücherstr.11, 22767 Hamburg, fon.: 040-431 664-30

Was ist eigentlich die GEMA?

Die GEMA – Robin Hood oder Prinz Lockley?
Freund oder Feind? Was machen die da? Was hat das mit Musik zu tun?

Nun ja, mit musikbegeisterten Freaks, natürlich wenig. Aber die GEMA ist doch mehr als das Finanzamt der Musiker für das manche sie halten möchten. Oder der Weihnachtsmann der Künstler, als welchen diese sie häufig begreifen. Beliebt ist die GEMA insbesondere bei den Komponisten und Textdichtern sowie deren Musikverlagen, denen bringt sie nämlich Butter aufs Brot. Weniger angesagt ist die GEMA bei Schallplattenfirmen, Kneipen, Veranstaltern und Fluggesellschaften. Die müssen nämlich alle zahlen. Wie Kommt das?
GEMA ist die Abkürzung für ’Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte’. Es hat also was mit der Aufführung und Vervielfältigung von Musik zu tun. Und mit Rechten. Daß es so etwas wie die GEMA überhaupt gibt ist nämlich dem Gesetzgeber zu verdanken. Die gesetzgebenden Instanzen haben – bereits im letzten Jahrhundert – die Vorstellung, daß Menschen, die kreativ oder genauer gesagt schöpferisch tätig sind Rechte an diesen Schöpfungen haben in Gesetzesform gegossen.

Genauer? Ein Blick in das Urheberrecht erhellt die Sache. Dort steht’s. §1 legt zunächst mal fest, daß “Die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst” urheberrechtlichen Schutz genießen. Zu diesen gehören dann lt. §2 Komponisten ebenso wie Textdichter, dort werden nämlich Sprachwerke und Werke der Musik gleich an Nr. 1 und 2 ?schützenswert genannt. Und zwar läuft die Sache bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Schöpfer wird man nun genauso schnell oder langsam wie es braucht, sich ein Stück Musik oder einen Liedtext auszudenken. Auf die Qualität kommt es dabei überhaupt nicht an. Die Schwelle für ein kompositorisches Schaffen ist sehr niedrig. Schutzfähig wird grundsätzlich jede neue Melodie oder Hookline sein. Auch eine Akkordfolge kann urheberrechtlichen Schutz genießen wenn sie einprägsam genug ist. Stichwort Riff. Nicht schutzfähig sind dagegen z.B. Sounds. Bei Liedtexten ist es ähnlich. Alles was über einen rein narrativen Gehalt hinaus geht wird langen. Das Werk braucht auch nicht in besonderer Form dokumentiert zu sein, etwa durch Noten. Der Schutz des Urheberrechts setzt ein, sobald die Idee am Licht der Welt ist. Sei es auf Papier, live, Tape oder Festplatte.

Des weiteren gibt das Urheberrecht Bearbeitern von bereits vorhandenen Werken Urheberschutz. Eine Bearbeitung ist im Gegensatz zur (immer erlaubten) Coverversion eine Veränderung eines Werkes, die eine eigene Schöpfung darstellt. Z.B. sind Übersetzungen von Texten stets eine Bearbeitung. Eine Bearbeitung eines noch geschützten Werkes ist allerdings zustimmungspflichtig, und der Bearbeiter erhält natürlich nicht die ganze Kohle, die Originalautoren kriegen den Rabenanteil.

Das Urheberrecht schreibt nun den Urhebern verschiedene Rechte zu. Die Urheber haben demnach das Recht, zu bestimmen, ob ihre Werke vervielfältigt (z.B. CDs pressen), verbreitet (selbige verkaufen), aufgeführt (Konzert), gesendet (Radio/TV), auf Tonträgern wiedergegeben (Clubs/Kneipen/CD-Player der Fluggesellschaft etc.) oder in Zukunft übertragen (Internet) werden. Letzteres Recht ist im Gesetz derzeit allerdings noch nicht zu finden, hängt noch im Bundesrat. Insbesondere sollen die Urheber auch wirtschaftlich die Kontrolle behalten. Und hier kommt die GEMA ins Spiel. Da es natürlich dem einzelnen Komponisten unmöglich ist, jede einzelne Nutzung zu kontrollieren braucht er eine Instanz die das tut. Die GEMA. Bezüglich des Internets ist da allerdings das letzte Wort auch hier noch nicht gesprochen. Insbesondere die Major-Verlage fragen sich noch, ob es im Netz auch ohne GEMA geht.

Bei den anderen Verwertungsarten wie das so schön heißt kassiert die GEMA aber in den allermeisten Fällen. Die Kontrolle der Urheber ist dabei auf das wirtschaftliche beschränkt. Das heißt, es ist mindestens bei den klassischen, oben genannten Nutzungen nicht die Frage ob genutzt werden darf, sondern nur die, was dafür zu zahlen ist. Hierfür stellt die GEMA entweder Tarife auf, von denen dann die Nutzer so wenig begeistert sind, daß vor Gericht geklärt werden muß, ob die Höhe angemessen ist, oder man verhandelt mit den Branchenvertretern der Nutzer, z.B. der IFPI für die Labels. Ja, und dann geht es endlich ans kassieren. Was saugen die denn nun so ab? Einige Beispiele: Eine CD, die im Laden DM 35,- kostet ist mit etwa DM2,- GEMA-Gebühren belastet. Ein Konzertclub, der etwa 300 qm groß ist und DM 18,- Eintritt nimmt zahlt pro Konzert ca. DM 360,-. Der Arzt, der seine Patienten im Wartezimmer mit Radiomusik berieselt, zahlt jährlich knappe DM 200,-, ein ähnlicher Kurs ist fällig, wenn in der Telefonschleife von Firmen Musik läuft und so weiter. Da kommt so einiges zusammen, im letzten Jahr 1,464 Mrd DM.
Dieses Geld will nun verteilt werden. Zunächst kommt aber die GEMA selbst noch mal zum Zuge und erhebt Inkassogebühren. Über diese hat es schon reichlich Streit gegeben. So lag das Inkasso für Platten-Pressungen in der Vergangenheit bei 15%. Das veranlasste insbesondere den Musikverlag Freibank des ex-Einstürzende Neubauten Mitglieds Marc Chung, diese Gelder doch lieber direkt bei den Labels einzutreiben.

Daraufhin weigerte sich die GEMA, die restlichen Verwertungsarten für Freibank wahrzunehmen, mußte sich aber hierzu gerichtlich zwingen lassen. Heute ist dieses Selbsteintreibungsmodell nicht mehr von großer Bedeutung, da das Inkasso in diesem Bereich auf 6% gesunken ist. In anderen Bereichen langt die GEMA aber immer noch kräftig hin. So kostet die Wahrnehmung von Konzerten 25% Inkasso. Von den oben genannten DM 360,- bleiben also DM 90,- in der Verwaltung. Da die GEMA aber nur Konzerte ab DM 2000,- Inkasso direkt abrechnet – und das sind die allerwenigsten – kommt es noch schlimmer. Alle Konzerte sind in der Auszahlung gleich viel wert, bringen aber häufig weit weniger Inkasso. Das hat zur Folge, daß für das Konzert mit DM 360,- Inkasso nur knappe 30 Mark ausgeschüttet werden.

Das neue Abrechnungsverfahren, welches diese Ergebnisse hervor bringt, heißt bezeichnenderweise PRO. Es war das Top-Thema der diesjährigen GEMA-Vollversammlung. Auf dieser Versammlung diskutieren alljährlich die verschiedenen Mitgliedergruppen der GEMA – wie gesagt Komponisten, Textdichter, Bearbeiter und Verleger wie die verschiedenen Vergütungen untereinander aufgeteilt werden. Wer mal die Gelegenheit hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Eine Versammlung der Getty-Erben könnte nicht freundlicher sein. Jährliches Highlight ist der Auftritt der ein- oder anderen Komponistenwitwe, die im Sitzungssaal live ihre Abrechnung hinterfragt.

Das Ergebnis dieser Veranstaltung ist der Verteilungsplan. Der ändert sich selten entscheidend, da die Kräfteverhältnisse der Versammlung sich nicht groß verschieben. Die Verteilung der Berechtigten untereinander ist aber auch über die Jahre so zurechtgewachsen, daß revolutionäre Entscheidungen kaum nötig scheinen.

Und was bekommen sie raus, die Berechtigten? Auch hierzu ein paar Beispiele: Von den DM 2,- für die verkaufte CD erhalten die Komponisten und Textdichter je 30% und der Musikverlag 40%. Die Bearbeiter bekommen hier grundsätzlich nichts. Bei Aufführungen und Sendungen bekommen normalerweise die Komponisten 41,67% (5/12) bzw. 37,5% (9/24) für Fernsehen, die Textdichter 25% (3/12)/Fernsehen 29,17% (7/24) und der Verleger 33,33% (4/12). Sollte ein Bearbeiter beteiligt sein, so bekommt er zwischen 8% und 16% (1/12 bzw. 2/12). In echtem Geld ergibt das DM 1,20 für die Musiker pro verkaufter CD. Oder DM 6,20 für jede Sendeminute im Radio oder Fernsehen (nicht Videoclips), wobei nur die öffentlich-rechtlichen und die großen privaten erfasst werden. Oder DM 4,- für jede Sendeminute eben bei Videoclips und so weiter.

Zu viel? Zu wenig? Nun, das hängt wohl davon ab, ob das Glas Wasser halb voll oder halb leer ist. Oder ob man einfach so viel gespielt wird, daß man die eigenen Einnahmen als obszön hoch empfindet wie Herbert Grönemeyer mal meinte oder ob man, wie die allermeisten Musiker auf einem Level lebt, wo es einem eigentlich schon lange nichts mehr nützt, sich zu sagen, daß es anderen noch schlechter geht, wie Bernd Begemann (allerdings nicht auf sich selbst bezogen) mal textete. Eines ist aber sicher: Wenn es das Urheberrecht in der jetzigen Form nicht mehr gäbe, und mit ihm die GEMA (oder etwas ähnliches) so müßte man sich ganz schnell was neues Einfallen lassen, um musikalisches Leben zu ermöglichen. Auch wenn die GEMA nicht immer so demokratisch funktioniert wie sie strukturell scheint, ohne eine derartige Inkassoinstanz müssten die Lichter bei den Autoren zumindest kräftig gedimmt werden.
Stellt sich aktuellerweise die Frage wie es weitergeht angesichts von Internet und Speicherchip. Basis für das Kassieren ist wie gesagt das Urheberrecht, das nicht nur in dieser Frage den Realitäten hinterherhinkt wie deutsche Liberos hinter brasilianischen Stürmern. Derzeit werden in Brüssel neue Gesetze geschmiedet, und es sieht aus, als ob das Europäische Parlament den Urhebern den gewohnten Schutz geben will, auch wenn da das letzte Wort der Telekoms noch nicht gesprochen ist. Schon wird allgemein festgestellt, daß das sowieso egal sei, weil man das ja alles nicht kontrollieren kann. Und überhaupt ist Musik für lau aus dem Netz ziehen cool und wer seine Musik nicht als MP3 reinstellt ein gestriger Idiot, der bestraft werden muß, indem es andere tun. Da wird es dann doppelt spannend, wovon Musiker in zehn Jahren so leben werden außer von Auftritten und Werbung. Aus Sicht der Autoren hoffentlich von Musik in einem Netz, das so offen ist wie heute, in dem es sehr viel und günstigere Musik als heute gibt, und in dem für Musiknutzungen angemessene Gebühren verlangt werden. Von der GEMA oder sonstwem. Denn eins muß gerade aus der Sicht der sogenannten Independents klar sein: Unabhängig ist in unserer Gesellschaft nun mal nur der, der wirtschaftlich unabhängig ist. Sagt doch auch die Werbung der Sparkasse jeden Tag. Oder um noch einmal einen Musiker zu Wort kommen zu lassen: ” In the beginning there was nothing. But it was kind of fun to watch nothing to grow. And in the end there was nothing. And it was no fun, waiting for nothing to end” Lee Hazlewood 1971.